greatmindsact logo

selbst. bestimmt. leben.

Kaffee oder kein Kaffee? Das ist hier die Frage!

Infos im Espressoformat

Für all diejenigen unter uns, die genau eine Espressotasse lang Zeit haben, um die wichtigsten Informationen mitzunehmen:

Kaffee wurde erstmals in Afrika entdeckt, von den Jemen mitgenommen, erstmals plantagenartig Angebaut. Es fungierte als brandneues Handelsgut und bettete sich in die Kultur des Islam ein. Schließlich durfte der Kaffee im Rahmen der Siegeszüge des osmansichen Reiches in Richtung Europa (um das 16 Jhd.) nicht fehlen – so kam das flüssige Gold zu uns.

2016 wurden weltweit täglich etwa 1.6 Millionen Becher Kaffee getrunken [33]. Deutschland führt als wahre Kaffee-Liebhaber-Nation. Jährlich werden pro Kopf etwa 167 L Kaffee (etwa 4 Tassen pro Tag) verzehrt.

  • Koffein als Wachmacher
  • Antioxidantien für Zellgesundheit & als Radikalfänger
  • Polyphenole werden zu Antioxidantien und anderen Stoffen umgesetzt
  • Weiteres: Vitamin B3 & Vorstufen, Magnesium, etc.
  • Als Adenosinrezeptorblocker führt Koffein zur „Müdigkeitsverzögerung“ oder simpel: Energetisierend!
  • Antidepressiv durch die Wechselwirkung mit glücklich machenden Hormonen (Dopamin) & Neuroprotektiv bei Alzheimerdemenz.
  • Gesundheitliches Wunderwerk – vor allem aber fühlt sich die Leber pudelwohl im Kaffeebad (vorteilhafte Effekte auf Leberzirrhose, Leberkrebs), weiterhin: Risikomindernd für Herz-Kreislauf-Probleme, metabolische Krankheiten wie Diabetes und generell eine kontinuierlich gezeigte Reduktion der Gesamtsterblichkeit bei Kaffeetrinkern versus nicht-Kaffee-Trinkern.
  • Störungen der Blutfette beim Konsum von ungefiltertem Kaffee (Problem: im Kaffeeöl enthaltene Diterpene)
  • Hormonelle Einflussnahmen und Interaktionen, vornehmlich bei Frauen und dann allen voran in der Schwangerschaft.
  • Du trinkst 140 Liter Wasser pro Tasse Kaffee.
  •  
  • Der Konsum von 3-4 Tassen an Kaffee habe den besten Kosten-Nutzen-Effekt (zumindest gesundheitstechnisch).
  • Beachte die Zubereitungsart des Kaffees und favorisiere gefilterten Kaffee.
  • Beachte den Einfluss von Kaffeekonsum auf deinen Zyklus (als Frau), die Effekte auf den Hormonhaushalt postmenopausal und beachte die Wirkungen von Kaffee auf die Entwicklung des Babys im Falle einer Schwangerschaft.
Kaffeebohnen

die Welt der Koffeinjunkies

Wenn ich dich jetzt einmal bitte, die Augen zu schließen und dir vorzustellen, wie du ein Cafè deiner Wahl betrittst, den dort vorherrschenden Duft mit einem tiefen Einatmen aufsaugst, dich in Richtung Theke begibst und deine Bestellung deines Lieblingskaffees aufgibst  – jetzt ist der Moment gekommen, um einmal die Augen zu schließen und dir diesen Moment vorzustellen – mhmmm, wie fühlst du dich jetzt? In Erwartung auf deinen Lieblingskaffee bereits aufgeweckter? Spürst du die Energiegeister auf dich niederschweben? Das pure Glück durch deine Adern pulsieren?

Ja, das Kaffeetrinken ist heutzutage ein Kulturgut, welches tief verankert und nicht mehr wegzudenken ist. In verschiedensten Varianten kann man sich des aufgebrühten Trunkes hingeben – mit oder ohne Schaum, mit Schuss, heiß oder kalt, süß oder bitter. Für jeden Geschmack ist etwas dabei!

Und nicht nur die Ebene unserer Sensationen, also der (geschmacks)-Empfindungen, wird durch den Genuss angeregt. Auch ist Kaffee tief in unserer sozialen und gesellschaftlichen Struktur, im Miteinander, verwurzelt: man trifft sich auf einen Kaffee, bespricht sich an einer Tasse mit möglichen Geschäftspartnern, erzählt der Freundin oder dem Freund die jüngsten Erlebnisse aus dem Urlaub oder schmiedet mit dem Partner oder der Partnerin Pläne zur Welteroberung.

Manche gehen sogar noch weiter und meinen, bestimmte Charaktereigenschaften Personen zuschreiben zu können, lediglich auf Basis der Zubereitungsvorlieben ihres Kaffees. So trinken Machismos und Mafiosi in Filmen beispielsweise nicht den Latte Macchiato, sondern lassen sich den doppelten Espresso servieren. Umgekehrt sind unter weiblichen Konsumentinnen eher die geschäumten Varianten populär (und wir lieben sie, vor allem mit ein bisschen Zimt on top 😉), was eher die feminine, sanftere Variante des Daseins unterstreicht.

 

All das nur aufgrund einer Bohne. Faszinierend!

 

Eine Frage, die mich schon länger umgetrieben hat, ist, ob es nebst der sozialen und gesellschaftlichen Vorzügen des Kaffees auch noch weitere, vielleicht auch gesundheitlich Relevante Einflüsse des Kaffees gibt. Um nicht allzu viel zu verraten – ja, auch das ist ein Bereich, welchen der Kaffee für sich behaupten kann! Aber bevor wir uns die rosarote Brille aufsetzen und diesen formidablen Trunk bis in die Unendlichkeit glorifizieren, werde ich dir noch die andere Seite der Medaille (oder in dem Fall der Tasse?) aufzeigen. Umwelttechnisch, gesellschaftlich, aber natürlich auch gesundheitlich.

 

Nun lade ich dich ein, einmal mit mir die Geschichte des Kaffees zu verfolgen. Woher kommt die Bohne, wer hat sie entdeckt und wie kommt sie in unseren Organismus?

Die Deutschen und ihr Bier? Falsch gedacht!

Fangen wir einmal mit dem Status quo an: wie sieht unser Konsumverhalten von Kaffee weltweit, in Europa und in Deutschland aus?

Wenn wir uns den Daten des Rapports der International Coffee Organization vom Dezember des Jahres 2023 annehmen, lässt sich der weltweite Kaffeekonsum (des Jahres 2022/23) auf etwa 173 Millionen 60-kg-Säcke Kaffee berechnen. Das klingt nach einer großen Menge, wobei den höchsten Konsum, trotz der in Relation zur Kontinentgröße relativ geringen Einwohnerzahl, Europa zu verzeichnen hat (mit rund 53.1 Millionen 60-kg-Säcken). Dabei sind die EU-27-Staaten die Anführer der Statistik, mit knapp 40 Millionen 60-kg-Säcken Verbrauch im Jahr 2022/23, worunter auch wir uns verbergen. [1]

Die Deutschen überraschten mich bei der Recherche hinsichtlich des Kaffeegenusses dann doch schon etwas. Laut eines Artikels der Tagesschau tränken die Deutschen den Kaffee noch häufiger als Bier und Mineralwasser [2] – verrückt! Natürlich habe ich mir die Erhebung der Ursprungsdaten genauer angesehen und bin dabei auf den Deutschen Kaffeeverband gestoßen. Dieser meldete für 2022 einen auf die Einwohnerzahl herunterberechneten, jährlichen pro Kopf Verbrauch von 167 L von Röstkaffee (was uns einen Platz auf dem Siegertreppchen vermacht) [3]. Der Durchschnittsdeutsche trinke wohl somit an die 4 Tassen Kaffee pro Tag (mit einer durchschnittlichen Füllmenge von 120-150 mL) [4]. Das sind einmal die harten Fakten. Also 4 Tassen am Tag, das bekomme ich locker hin, wenn ich ehrlich sein soll. Wie sieht es bei dir aus?

Aber wie kommen wir Deutschen eigentlich an unseren Kaffee? Wem haben wir es zu verdanken, dass dieses Meisterwerk in liquider Form unsere Gelüste nach Wärme, Entspannung und Anregung gleichzeitig stillt? Begeben wir uns auf eine kurze Expedition.

Mann auf einer Kaffeeplantage

Eine kurze Geschichte des Kaffees

Der eigentliche Ursprung des Kaffees ist nicht dokumentiert, scheint aber Wurzeln in Afrika zu haben. Dort entstammt die Pflanze Coffea den tropischen Sphären des afrikanischen Kontinents, wobei die Art „Arabica“ der Coffea aus dem äthiopischen Hochland stammt, die auch weit verbreitete Art „Robusta“ eher niedriger gelegen, wild wachsend in Uganda, nahe am Victoriasee, angesiedelt ist.

Die LEGEND-ÄRE Entdeckung

Es kursieren interessante Legenden und Mythen über den Ursprung und die Entdeckung der Kaffeebohne, wie wir sie heute kennen. Scheinbar soll jedoch tatsächlich das Verhalten der Tiere nach dem zufälligen Fressen der Kaffeekirschen beobachtet worden sein (höhere Konzentration beim Fressen, erhöhte Milchproduktion, leichtgängiger Trott der Herde und effektiveres Fliegen-Abwehren mit dem Schwanz (kleiner Witz am Rande)). Dabei wurde man auf potenzielle Wirkungsweisen des Kaffees aufmerksam. Tatsächlich sollten die Tiere wohl eine höhere Erschöpfungsresistenz gezeigt haben, gepaart mit einem verringerten Schlafbedürfnis. Aufgüsse, die aus den Kaffeebohnen zubereitet wurden und durch Menschen konsumiert worden, bestätigten die am Tier beobachtete Wirkung.

Verschriftliche Erstbeschreibungen stammen aus dem Jemen und beschreiben plantagenartigen Anbau von Kaffee bereits um das 12./13. Jahrhundert. Die damals vorbestehenden Handelsrouten, worauf der Austausch mit Gewürzen dominierte, sollten mit neuen Produkten ausgeweitet und gestärkt werden. So wurden durch die jemenitischen Händler die Kaffee-Kirschen eingeführt, wobei diese auf längeren Handelswegen verdarben. Daher wurde der Versuch unternommen, die aus dem afrikanischen Gebiet entnommenen Pflanzen im Jemen selbst anzusiedeln. Das Hafenstädtchen Mokka/Mocha in Jemen wurde daraufhin ein bedeutender Umschlagplatz für Kaffee, woraus auch der Name des Getränkes abgeleitet wurde. (Jetzt wissen wir auch, was eigentlich dieser Mocha oder Mocca – Kaffee ist… Zumindest war mir der Begriff bislang nicht geläufig…).

Doch woher kommt der Begriff Kaffee eigentlich?

Abgeleitet aus dem Altarabischen (Quahwah), wurde dieses Getränk benannt, weil es mit dessen berauschenden Wirkung einen Ersatz für den im Islam verbotenen Wein darstellte.  

Und wie kam der Kaffee nun nach Europa?

Da die arabische Welt mit dem Heißgetränk bereits frühzeitig bereichert war, durfte im Rahmen des arabischen Siegeszuges der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts auch dieses Getränk keinesfalls fehlen (man kann sich sicherlich vorstellen, welche Intention dahinter verborgen lag…). Auch wenn ich von Krieg grundsätzlich nichts halte, bin ich dennoch erfreut darüber, dass seit dem 16. Jahrhundert auch uns dieser Lebensgeister erweckende Trunk und auch die Kultur der Kaffeehäuser erreichte.

Zunächst behielt sich Jemen das Monopol der Kaffeeherstellung und -Verbreitung vor. Die Bohnen wurden als keimunfähig verkauft. Einfallsreich (oder einfach listig, wie Menschen nun mal sein können), kamen mit der Zeit verschiedene Menschen doch noch an Kaffeepflanzen und bauten diese an verschiedenen Flecken der Erde an. Im 17. Jahrhundert zog der Kaffee und sein Anbau mehr und mehr auch auf anderen Kontinenten ein (mittels der Kolonialisierung) und das Zeitalter der Industrialisierung (19. Jahrhundert) vereinfachte diesen Prozess um einiges.

Der Kaffeehandel und die Verfügbarkeit weltweit, wie wir sie heute kennen, manifestierte sich im 20. Jahrhundert. Brasilen, Columbien und Guatemala erwuchsen hierbei zu den wichtigsten Produzenten. Auch Fertigprodukte bereicherten zunehmend den Markt.

Das Ende der Geschicht‘: Der Popularität dieses Getränkes (in welcher Form auch immer) kann wohl nichts mehr entgegengesetzt werden. – oder etwa doch? 😉

[15]

Kaffee mit Freunden

Was ist in meiner Kaffeetasse eigentlich drin?

Die Frage nach der Herkunft und der Rolle des Kaffees haben wir in den letzten beiden Abschnitten bereits intensiv besprochen. Die Frage, die sich nun stellt, ist, was eigentlich in Kaffee selbst drinsteckt, welche Inhaltsstoffe in Kaffee (außer dem allseits bekannten Koffein natürlich) vorkommen. Wir gehen dem auf die Spur, was diese Stoffe in unserem Organismus bewirken, wie sie wirken und ob sie, nach dem aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand uns dienlich sind oder eher mit Vorsicht genossen werden sollten.

Hier ist eine Auswahl der Wichtigsten Komponenten bioaktiver Art, die sich in Kaffee verbergen & gerne entdeckt werden wollen (mein Favorit ist ja immernoch das Koffein):

Mehr als 1000 bioaktive Komponenten [1]

Definiert sind solche Substanzen durch ihre Wirksamkeit im Organismus (eines Lebewesens). Ganz generell sind die Vielzahl und Art der bioaktiven Substanzen im Kaffee selbst sehr heterogen und abhängig von der Art der Zubereitung, Röstung, Mahlprozess, Lagerung, etc. [14]


 K O F F E I N


Wie eben bereits beschrieben, zählt das Koffein zu dem wohl bekanntesten und gängigsten Element, wenn man sich der Wirkung des Kaffee nähert. Arabica Bohnen haben einen etwas niedrigeren Gehalt an Koffein (10-12 mg/g), während die Robusta Bohnen mit 19-21 mg/g Koffein vorkommen [8].

Tatsächlich wurde das Koffein in den 1820-gern als weißes Pulver aus Pflanzen extrahiert. Dabei stellte man fest, dass es in vielerlei Pflanzen vorkam, was zu der Hypothese führte, dass es sich hierbei um eine Art natürliche Abwehrsubstanz handle. Tatsächlich ist das Koffein für Insekten und gewisse Wiederkäuer toxisch und dient der Pflanze daher als protektives Element. [10]  

Innerhalb von 45 Minuten wird der komplette Gehalt an Koffein über die Magen- und Darmschleimhaut aufgenommen, wobei die Spitzenkonzentration im Blut nach 15-20 Minuten nach Aufnahme erreicht wird [11]. Weiter wird es in der Leber verstoffwechselt, mit 84% resultiert daraus das Paraxanthin [12].

Die durchschnittliche Halbwertszeit von Koffein (also der Moment, da sich nur noch die Hälfte der ursprünglichen Konzentration von Koffein im System befindet) variiert von 3-4 Stunden bis hin zu 5-10 Stunden (wenn man Kontrazeptiva einnimmt) oder sogar 9-11 Stunden in der Schwangerschaft [13].


 P O L Y P H E N O L E


Ein populäres Beispiel dieser Polyphenole ist Cholorogensäure und darunter ist 5-caffeoylquininsäure wiederum der Hauptvertreter [5]. Die generelle Wirksamkeit der einzelnen Metaboliten ist noch nicht erschöpflich erforscht, da es sich als äußerst schwierig darstellt, den Stoffwechsel im Körper selbst bis ins kleinste Detail nachzuverfolgen. Dennoch ließ sich diesen Substanzen zum Beispiel zellschützende Wirkungen zuschrieben [6]. 

 

 D I T E R P E N E   &   A N T I O X I D A N T I E N


Solche Vertreter sind beispielsweise Cafestol und Kahweol, kommen im Kaffeeöl vor und zeigten einen antioxidativen Effekt. Es konnte beobachtet werden, dass verschiedene antioxidative Enzyme (also Proteine, die als „kleine Maschinen“ verschiedene Dinge im Körper bewältigen können) hochreguliert werden [7]. Antioxidantien wiederum sind Substanzen, die Stress auf zellulärem Level „abfangen“ können (also freie Radikale, die bei verschiedenen biochemischen Reaktionen entstehen, binden). Dies verhindert Schäden an weiteren Strukturen und bewahrt die Integrität und Vitalität unserer kleinsten Organellen 😊. Diterpene zeigten weiterhin einen potenziell antikanzerogenen Effekt (gegen Krebs wirkend) [29].


 F U N    F A C T


Es scheint so, als würde das eigene Genom und auch das Mikrobiom darauf Einfluss nehmen, wie Kaffee von uns als Individuum verstoffwechselt und abgebaut wird [17].

man holding coffee in his hand

6 Gründe, warum du kaffee trinken solltest!

Hier eine kurze, aber wichtige Randnotiz zu den vorgestellten Studienresultaten: Es handelt sich bei den meisten Studien qualitativ um so genannte Beobachtungsstudien. Das bedeutet für die hier gezeigten Ergebnisse auch, dass zwar ein Zusammenhang zwischen dem Konsum von Kaffee und einem gewissen gesundheitlichen Vorteil bestehen KANN, aber auch einfach zufällig aufgetreten sein könnte. Man kann bei vielen solcher Studien nie von einer hundertprozentigen Kausalbeziehung ausgehen (wenn A, dann B –  Situation). Dennoch ist es generell spannend zu beobachten, welche Faktoren möglicherweise gesamtgesellschaftlich einen positiven Einfluss auf die Entwicklung von Krankheit oder Gesundheit nehmen können. Je mehr sich solche „Beobachtungen“ wiederholen, umso wahrscheinlicher wird dann natürlich auch eine wenn A, dann B – Beziehung. Zwar gibt es bereits einige qualitativ hochwertigere, so genannte randomisierte, kontrollierte Studien auf dem „Markt“, Diese sind jedoch noch in der Unterzahl. Es bedarf daher mehrerer solcher Analysen auf hohem Standard und bis dahin – ein wenig Geduld.

1. Energieturbolader & Aufmerksamkeitsbooster

Kaffee ist unter den Menschen populär, die an frühmorgendlicher, chronischer Müdigkeit leiden (egal, ob eingebildet (me) oder tatsächlich (also sometimes me)). Warum?

 

Er gilt als Wachmacher.

 

Der wichtigste “Player” dabei ist das Koffein. Dabei ist Koffein nicht ausschließlich in Kaffee enthalten. Auch andere Getränke, beispielsweise Tee, Kakao oder Energydrinks verfügen über einen mehr oder weniger hohen Gehalt an Koffein. [9] Tatsächlich ist der Koffeingehalt abhängig von der Darreichungsform des jeweiligen Lebensmittels.

 

Als Wirkort sind die Adenosinrezeptoren (Subtypen A2A und A2B) im bekannt, woran das Koffein bindet. Es blockiert die Wirkung dieser Rezeptoren, verhindert die Bindung von Adenosin an diese und unterbricht somit die natürliche Kommunikation von “Müdigkeit” an das Gehirn. Normalerweise wird über den Tag hinweg Adenosin akkumuliert und führt somit natürlicherweise zu einer Müdigkeitsinduktion beziehungsweise dient es als Signal für uns, eine Ruheeinheit einzulegen (Powernap? Oder doch Kaffee?).

2. Länger leben? Her mit dem bitteren Zeug!

Um es kurz zu fassen, durch den Konsum von Kaffee scheint das relative Risiko für die Gesamtsterblichkeit, verglichen zu nicht-Kaffee-Trinkern, verringern zu lassen. Das Ergebnis wurde unabhängig, durch verschiedene Metaanalysen gezeigt [20]. Die goldene Mitte zwischen dem minimalen Kaffeekonsum bei maximaler Risikominderung (Kosten-Nutzen-Rechnung) scheint dabei irgendwo zwischen 3-4 Tassen Kaffee am Tag zu liegen. [19]

3. Ins Herz geschlossen

Der Einfluss von Kaffee auf das Herz-Kreislauf-System ist in den verschiedenen Studien auch als generell positiv klassifiziert worden. Vornehmlich hinsichtlich der relativen Risikoreduktion an Mortalität durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Koronare Herzkrankheit, Schlaganfall) sei bei Kaffeetrinkern, verglichen zu nicht-Kaffee-Trinkern um die 16-19% geringer. Auch hier empfahl sich der Konsum von 3 Tassen am Tag. Diese Ergebnisse waren geschlechterunabhängig. [20]

Das Risiko für die Entwicklung von Herzinsuffizienz konnte bei einem Konsum von 4 Tassen an Kaffee täglich gemindert werden [21].

Ein Review aus dem Jahre 2011, fand hinsichtlich des Risikos für die Entstehung von Bluthochdruck beim Genuss von Kaffee keinen Zusammenhang [22], weder positiv noch negativ. Zum Blutdruck gibt es aber im Folgenden noch mehr zu lesen.

4. Krebs versus Kaffee – wer gewinnt?

Tatsächlich stellten Poole R. et al. im Rahmen ihres 2017 durchgeführten Umbrella-Reviews (Also der Analyse von Metaanalysen) Kaffee dar, als assoziiere der Konsum mit einem verringerten Risiko Krebs unterschiedlicher Art zu entwickeln [20]. Je nach Krebsart, seien aber auch höhere Risiken mit Kaffeekonsum assoziiert (z.B. beschrieb eine Metaanalyse ein erhöhtes Risiko für Urogenitale Krebsarten [24]). Die Autoren wiesen aber auch darauf hin, dass diese Ergebnisse mit Vorsicht genossen werden sollten, da sich auch viele nicht-signifikante Effekte auf spezifische Untergruppen von Krebs darstellen ließen, sich manche Studien in ihren Aussagen widersprachen und hier und da auch fragwürdige Daten einbezogen worden sind [20].

Die maximale Risikoreduktion lag dennoch bei satten 18% (Relatives Risiko von 0.82, 95% Konfidenzintervall 0.74 – 0.89) [25].

5. Diabetes Adieu?

Auch auf Diabetes Typ 2 [26] und das metabolische Syndrom [27] fanden sich positive Einflüsse des Kaffeegenusses. Aber auch andere metabolische Effekte ließen sich beschreiben: Es konnte gezeigt werden, dass Kaffeekonsum einen durchweg protektiven Einfluss auf hinsichtlich der Ausbildung von Leberzirrhose [16] und sogar Leberkrebs (Hepatozelluläres Karzinom) [18] habe.

5. Kaffee kennt keine Grenzen – willkommen im Gehirn!

Wenn du jemals in deinem Leben Kaffee getrunken hast (und ich nehme an, das hast du sicherlich und du möchtest dich hier nochmals versichern, dass du auch weiterhin genüsslich am Tässchen schlürfen kannst, ohne schlechtes Gewissen haben zu müssen), hast du vielleicht dessen stimmungsaufhellende und erheiternde Wirkung erlebt.

Tatsächlich sind dem Kaffee Eigenschaften zugeschrieben worden, die auf das zentrale Nervensystem (Gehirn und Rückenmark) Einfluss nehmen. Koffein, das wichtigste Element der bioaktiven Substanzen, die in Kaffee enthalten sind, kann über den Blutstrom direkt ins Gehirn gelangen.

In diesem Zusammenhang ist faszinierenderweise beschrieben worden, dass Kaffeetrinker ein signifikant geringeres Risiko haben, an einer neurodegenerativen Erkrankung (Alzheimerdemenz [34], Parkinson [35]) zu erkranken.

Es zeigte sich des Weiteren, dass unter dem Konsum von Kaffee (verglichen zu Personen, die ein Kaffee-freies Leben führten (wieee???)), antidepressive Wirkungen beobachtbar waren [36]. Auf molekularer Ebene greift Koffein als Adenosinrezeptorantagonist auch in die Freisetzung bestimmter Neuropeptide ein. So werden Dopamin, Noradrenalin und Glutamat durch diese Wirkung freigesetzt [37], was mit einer erhöhten Motivation und Energie einhergeht und mit antidepressiven Wirkungsweisen vereinbar ist.

Die Schattenseiten unseres Kaffeekonsums

1. Schlafprobleme

Eigentlich zu banal, um es zu erwähnen, aber manchmal sind einem die offensichtlichsten Tatsachen am entlegensten, daher soll hier einmal gesagt sein: Kaffee macht, vornehmlich durch das Vorhandensein von Koffein, wach. Das ist nunmal auch die erwünschte Wirkung von dem Konsum (nebst des grandiosen Geschmacks (serviert mit einer feinen Schaumwolke als Häubchen)). Das liegt an der relativ langen Präsenz der Substanz im Organismus. Es sei daher immerzu geraten, am Nachmittag Kaffee zu meiden, da die Schlafqualität darunter leiden kann. Solche Pauschalaussagen sind aber mit Vorsicht zu genießen, denn – wie auch bei PauschalREISEN – es kommt darauf an! Manch einer toleriert sogar ein Käffchen vor dem Zubettgehen und reagiert mit einer stoischen Ignoranz gegenüber des Koffeinrausches, während einem anderen eine schlaflose Nacht ins Drehbuch geschrieben ist, allein bei dem Gedanken an eine Tasse Kaffee zum Kuchen am Mittag.


Beobachte dich selbst und entscheide dann! Kaffee am Mittag? Trinke, wer kann!

2. Herzfrequenz und Blutdrucksteigerung

Obwohl kein statistisch signifikanter Zusammenhang zwischen einem Bluthochdruck und dem Konsum von Kaffee festgestellt werden konnte [20], gibt es beobachtbare Effekte von Kaffee auf das Herz-Kreislaufsystem. Der kurzzeitige Anstieg der Herzfrequenz und des Blutdrucks beim Konsum von koffeinhaltigen Lebensmitteln wurde dabei durchaus beobachtet, ist zumeist aber von kurzer Dauer (abhängig von der Stärke des gebrühten Meisterwerkes (okay, spätestens hier ist klar, ich mag Kaffee :D)).

Diese, manchmal auch als relativ unangenehm empfundenen Wirkungen auf das Herz-Kreislauf-System sind wiederum durch die Wirkung von Koffein als Adenosinantagonist bedingt. Auch am Herzmuskel befinden sich Rezeptoren (also Andockstellen) für Adenosin. Wenn Adenosin normalerweise andockt, führt das zu einer Verringerung der Herzfrequenz und Schlagkraft des Herzen – der umgekehrte Effekt stellt sich indirekt, unter der Einflussnahme von Koffein ein [33]. Generell kann sich dadurch ein Risiko für Arrhythmien, also Unregelmäßigkeiten im Herzrhythmus entwickeln, vornehmlich bei hohen Dosen an Koffein [38].

Trotz der plausiblen und molekular bestätigten Wirkung von Koffein auf den Herzmuskel und der damit einhergehenden Beeinflussung des Blutdrucks und der Herzfrequenz, spielen noch weitere Faktoren eine Rolle. So ist jeder individuell mehr oder weniger sensibel gegenüber der Einflussnahme des Koffeins. Langjährige Trinker (das klingt so falsch…) sind an die Exposition gewöhnt, sodass der Effekt nicht mehr so dominant ist. Außerdem beschreiben aktuelle Studien keine signifikanten, langfristig negativen Effekte auf das Herz-Kreislauf-System.


Alles in Maßen, nicht in Massen!

3. Gestörtes Lipidprofil – Blutfette drehen durch!

Überraschenderweise fanden sich unvorteilhafte Zusammenhänge zwischen Kaffeekonsum und Blutfettwerten. Gerade im Hinblick auf das Gesamtcholesterol, das LDL-Cholesterol (low density lipoprotein (oder auch „schlechtes Cholesterin“ genannt) und die Triglyceride (also Fettsäuren, die im Blut als kleine Bündel zirkulieren), hatte Kaffeekonsum einen negativen Einfluss, wobei die Konzentration dieser Moleküle erhöht war [23]. Der negative Effekt konnte jedoch durch eine spezifische Zubereitung des Kaffees vermindert werden, wobei gefilterter Kaffee (und entkoffeinierter Kaffee sowie instant-Kaffee) lediglich einen marginalen Einfluss auf das Lipidprofil hatten [23]. Wahrscheinlich läge der Effekt auf das Blutfettprofil des Kaffees in den vorher bereits vorgestellten Diterpenen [30].

4. Hormoneller Einfluss von Kaffee (Frauen aufgepasst!)

Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber manchmal da kann ich Kaffee einfach nicht trinken, ohne danach den Blähbauch des Jahrhunderts zu bekommen (Hosen und Gürtel an dem Tag verboten) oder, das Empfinden, als würde mein Darm alle seine Sachen zusammenräumen wollen und seine bisherige „location“ (in meiner Bauchhöle) auf-nimmer-wiedersehen sagen wollen. Beides, nun ja, eher unangenehm. Und manchmal, da trinke ich gefühlt nichts anderes am Tag, außer das flüssige Gold und – nichts! Darm und Bauch völlig „relaxed“, ganz nach dem Motto: Rücklings auf ’nem Handtuch, Sonnenschirm aufgespannt, Cocktail in der Hand und „I don’t care, I love it!“.

 

Aber warum ist das so?

 

Im Zweifel für die – Richtig – Hormone!

 

In der rezenten Betrachtung unterschiedlicher Metaanalysen zum Einfluss von Kaffee auf gesundheitsassoziierte Aspekte, hielten sich zweierlei Dinge konsistent in negativer Assoziation zu Kaffeekonsum: gesundheitliche Schwierigkeiten im Rahmen einer Schwangerschaft (mehr dazu im Artikel über den hormonellen Einfluss von Kaffee) und das erhöhte Risiko von Brüchen unter Frauen [20]. Letztere seinen aber, bei Betrachtung von Ergebnissen aus jüngeren Analysen, bei einem Konsum von 4 Tassen am Tag und dem zugeführten Korrelat an 400 mg Koffein, nicht in Erscheinung getreten zu sein [28]. Außerdem seien wichtige Faktoren, wie Gewicht oder die Kalziumaufnahme überhaupt in die Analysen mancher Studien nicht eingeflossen, was die Aussagekraft der Ergebnisse natürlich zweifelhaft macht [20]. Ein Fall für die „machts-du-ordentliche-Wissenschaft?-Polizei“!

Eine ganz spannende Beobachtung und Erfahrung in diesem Kontext ist es für mich, dass Schwangere von sich aus häufig eine Abneigung gegenüber Kaffee und auch dem Geruch von Kaffee ausbilden. Ganz erstaunlich also, dass sich diese persönliche Erfahrung auch wohl wissenschaftlich erklären lässt, da Koffein fruchtschädigend wirken kann!

5. Abhängigkeit und andere zentralNERVÖSE Symptome

Dass du diesen Abschnitt liest, kann etwas heißen, muss es aber nicht. Vielleicht ist es aber so, dass du dir eine ganz bestimmte Frage stellst: „Bin ich süchtig nach Kaffee?“. Keine Schande, wir sind hier alle, um zu lernen und Antworten auf eben solche Fragen zu finden – auch ich! Daher hier die (auch unbequemen) Antwort:

Koffeinabhängigkeit ist, wie bei allen psychoaktiven und stimulierenden Substanzen, real [36]. Und in Einzelfällen kann ein Übermaß an Koffein auch zum riskanten Zwischenfällen führen (wie bei diesem Jungen Mann, der sich ein paar Energydrinks zu viel gegönnt hat und prompt auf der Intensivstation gelandet ist [39]).

Außerdem kann durch den Genuss von Kaffee, eine Ängstlichkeit, beziehungsweise eine Angststörung verstärkt werden [40].

Eine der Maßnahmen, die man an sich selbst ausprobieren kann, um zu evaluieren, ob man abhängig ist, oder nicht, ist, wenn man mal den Kaffee für einen Tag, eine Woche oder sogar länger weglassen kann. Oder, du kannst dir die Tabelle 3 des Reviews [33] vornehmen und daran bemessen, welches Risiko du hast, abhängig zu sein. So ganz professionell, aber im Geheimen untersucht. Und dann, je nach Ergebnis, die vorherige Challenge annehmen.

Challenge accepted?

2.6. Letzter Kaffee in der Wüste…

Off-topic könnte man meinen, aber dennoch ein wesentlicher Aspekt, den es zu beachten gilt, beim Verzehr des köstlichen Getränkes, ist das im Herstellungsprozess verbrauchte Wasser. Generell ist Wasser ein zunehmend rares Gut auf unserem Planeten [32]. Oftmals ist uns gar nicht bewusst, wie viel Wasser wir tatsächlich verbrauchen – nicht nur im DIREKTEN Sinn, sondern auch in indirekter Weise. Gemeint ist damit der Unterschied zwischen dem Wasser, dass ich zum Beispiel zum Zubereiten des Kaffees verwende und dem Wasser, welches für den Herstellungs- und Kultivierungsprozess des Kaffees selbst verbraucht worden ist (virtuelles oder indirektes Wasser). Für mich war das Realisieren dieser Gegebenheit ein wirklich großer AHA-Moment. Und ein ziemlich verstörender zugleich. Denn es zeigte, wie naiv und unwissend man manchmal durch die Welt schreitet.

Um es mit Schätzungen der UN auf den Punkt zu bringen: jede Tasse Kaffee verbrauchte zuvor ungefähr 140L indirektes Wasser (Herstellung, Versand, Kultivierung, Verpackung, etc.) [31]. Wie viel 140L sind, fragst du dich vielleicht?

Das Fassvermögen einer gängigen Badewanne liegt zwischen 180-220 L. Das bedeutet, dass jede Tasse Kaffee annähernd eine Badewanne voll Wasser benötigt. Multipliziere diese Menge mit der Anzahl an Tassen, die du täglich trinkst und prompt hast du wahrscheinlich ein Problem mit dem Nachbarn unter dir – Wasserschaden. Und jetzt, für diejenigen, die bereit sind für Konfrontation: kalkuliere einmal deinen virtuellen Wasserverbrauch durch Kaffeegenuss über dein bisheriges Leben hinweg…

Food (or water) for thought.

Matcha Pulver als Alternative zu Kaffee

Vorgestellt: Matcha als DIE Alternative?

Letztens überkam mich das Verlangen nach NEUEM. Und so leistete ich einem neuen Kaffee einen Besuch ab und fand mich mit einer eigentlich normal anmutenden Auswahl an Heißgetränken konfrontiert. Ich wollte meine Standardbestellung gerade abgeben, als im letzten Moment noch etwas meine Aufmerksamkeit erregte: die letzte Position der Karte lautete: Matcha Latte. Davon hatte ich bereits zwar etwas gehört, es aber noch nie ausprobiert. Der Entdeckergeist in mir meldete sich und prompt passierte die Bestellung „Matcha Latte“ meine Lippen.

Als mich meine Bestellung erreichte, war ich verblüfft. Leuchtendes Grün mit einem diskreten Schaum (und einem Herzchen in der Mitte) lächelten mich an. Ich war gespannt. Natürlich konnte ich es zwischenzeitlich nicht lassen, zu recherchieren, was es mit dem neusten Trend (welcher eigentlich gar nicht so neu ist…) um dieses Lebensmittel auf sich hat.

Meine Erfahrungen, Einschätzungen und die wissenschaftliche Lage präsentiere ich dir in einem anderen Beitrag. So viel soll gesagt sein: Müde war ich an dem Tag nicht mehr. Kaffee adè? Mal sehen!

matcha latte coffee (1)

[1] https://icocoffee.org/documents/cy2023-24/Coffee_Report_and_Outlook_December_2023_ICO.pdf letzter Zugriff: 17.04.2024

 

[2] https://www.tagesschau.de/wirtschaft/verbraucher/kaffeekonsum-deutschland-rekord-101.html letzter Zugriff: 17.04.2024

 

[3] https://kaffeeverband.de/de/presse/deutscher-kaffeemarkt-2022-absatz-von-roestkaffee-auf-rekordniveau letzter Zugriff: 17.04.2024

 

[4] https://kaffeeverband.de/de/presse/der-kaffeekonsum-in-deutschland-erreicht-neue-rekordmarke letzter Zugriff: 17.04.2024

 

[5] Miao, M., & Xiang, L. (2020). Pharmacological action and potential targets of chlorogenic acid. Advances in pharmacology (San Diego, Calif.)87, 71–88. https://doi.org/10.1016/bs.apha.2019.12.002

 

[6] Zang, L. Y., Cosma, G., Gardner, H., Castranova, V., & Vallyathan, V. (2003). Effect of chlorogenic acid on hydroxyl radical. Molecular and cellular biochemistry247(1-2), 205–210. https://doi.org/10.1023/a:1024103428348

 

[7] Liang, N., & Kitts, D. D. (2014). Antioxidant property of coffee components: assessment of methods that define mechanisms of action. Molecules (Basel, Switzerland)19(11), 19180–19208. https://doi.org/10.3390/molecules191119180

 

[8] Fox, G. P., Wu, A., Yiran, L., & Force, L. (2013). Variation in caffeine concentration in single coffee beans. Journal of agricultural and food chemistry61(45), 10772–10778. https://doi.org/10.1021/jf4011388

 

[9] International Food Information Council Foundation. IFIC review. Coffeine & health: clarifying the controversies. Available at. http://www.foodinsight.org/Content/3147/Caffeine_v8-2.pdf 

 

[10] Nathanson J. A. (1984). Caffeine and related methylxanthines: possible naturally occurring pesticides. Science (New York, N.Y.)226(4671), 184–187. https://doi.org/10.1126/science.6207592

 

[11] Fredholm, B. B., Bättig, K., Holmén, J., Nehlig, A., & Zvartau, E. E. (1999). Actions of caffeine in the brain with special reference to factors that contribute to its widespread use. Pharmacological reviews51(1), 83–133.

 

[12] Schwarzschild, M. A., Xu, K., Oztas, E., Petzer, J. P., Castagnoli, K., Castagnoli, N., Jr, & Chen, J. F. (2003). Neuroprotection by caffeine and more specific A2A receptor antagonists in animal models of Parkinson’s disease. Neurology61(11 Suppl 6), S55–S61. https://doi.org/10.1212/01.wnl.0000095214.53646.72

 

[13] Ortweiler, W., Simon, H. U., Splinter, F. K., Peiker, G., Siegert, C., & Traeger, A. (1985). Bestimmung der Elimination von Koffein und Metamizol in der Schwangerschaft und im Wochenbett als in vivo-Methode zur Charakterisierung verschiedener Zytochrom P-450-abhängiger Biotransformationsreaktionen [Determination of caffeine and metamizole elimination in pregnancy and after delivery as an in vivo method for characterization of various cytochrome p-450 dependent biotransformation reactions]. Biomedica biochimica acta44(7-8), 1189–1199.

 

[14] Nieber K. (2017). The Impact of Coffee on Health. Planta medica83(16), 1256–1263. https://doi.org/10.1055/s-0043-115007

 

[15] https://kaffeeverband.de/de/kaffeewissen/geschichte letzter Zugriff: 18.04.2024

 

[16] Kennedy, O. J., Roderick, P., Buchanan, R., Fallowfield, J. A., Hayes, P. C., & Parkes, J. (2016). Systematic review with meta-analysis: coffee consumption and the risk of cirrhosis. Alimentary pharmacology & therapeutics43(5), 562–574. https://doi.org/10.1111/apt.13523

 

 [17] Guertin, K. A., Loftfield, E., Boca, S. M., Sampson, J. N., Moore, S. C., Xiao, Q., Huang, W. Y., Xiong, X., Freedman, N. D., Cross, A. J., & Sinha, R. (2015). Serum biomarkers of habitual coffee consumption may provide insight into the mechanism underlying the association between coffee consumption and colorectal cancer. The American journal of clinical nutrition101(5), 1000–1011. https://doi.org/10.3945/ajcn.114.096099

 

[18] Kennedy, O. J., Roderick, P., Buchanan, R., Fallowfield, J. A., Hayes, P. C., & Parkes, J. (2017). Coffee, including caffeinated and decaffeinated coffee, and the risk of hepatocellular carcinoma: a systematic review and dose-response meta-analysis. BMJ open7(5), e013739. https://doi.org/10.1136/bmjopen-2016-013739

 

[19] Grosso, G., Micek, A., Godos, J., Sciacca, S., Pajak, A., Martínez-González, M. A., Giovannucci, E. L., & Galvano, F. (2016). Coffee consumption and risk of all-cause, cardiovascular, and cancer mortality in smokers and non-smokers: a dose-response meta-analysis. European journal of epidemiology31(12), 1191–1205. https://doi.org/10.1007/s10654-016-0202-2

 

[20] Poole, R., Kennedy, O. J., Roderick, P., Fallowfield, J. A., Hayes, P. C., & Parkes, J. (2017). Coffee consumption and health: umbrella review of meta-analyses of multiple health outcomes. BMJ (Clinical research ed.)359, j5024. https://doi.org/10.1136/bmj.j5024

 

[21] Mostofsky, E., Rice, M. S., Levitan, E. B., & Mittleman, M. A. (2012). Habitual coffee consumption and risk of heart failure: a dose-response meta-analysis. Circulation. Heart failure5(4), 401–405. https://doi.org/10.1161/CIRCHEARTFAILURE.112.967299

 

[22] Zhang, Z., Hu, G., Caballero, B., Appel, L., & Chen, L. (2011). Habitual coffee consumption and risk of hypertension: a systematic review and meta-analysis of prospective observational studies. The American journal of clinical nutrition93(6), 1212–1219. https://doi.org/10.3945/ajcn.110.004044

 

[23] Cai, L., Ma, D., Zhang, Y., Liu, Z., & Wang, P. (2012). The effect of coffee consumption on serum lipids: a meta-analysis of randomized controlled trials. European journal of clinical nutrition66(8), 872–877. https://doi.org/10.1038/ejcn.2012.68

 

[24] Zeegers, M. P., Tan, F. E., Goldbohm, R. A., & van den Brandt, P. A. (2001). Are coffee and tea consumption associated with urinary tract cancer risk? A systematic review and meta-analysis. International journal of epidemiology30(2), 353–362. https://doi.org/10.1093/ije/30.2.353

 

[25] Yu, X., Bao, Z., Zou, J., & Dong, J. (2011). Coffee consumption and risk of cancers: a meta-analysis of cohort studies. BMC cancer11, 96. https://doi.org/10.1186/1471-2407-11-96

 

[26] Ding, M., Bhupathiraju, S. N., Chen, M., van Dam, R. M., & Hu, F. B. (2014). Caffeinated and decaffeinated coffee consumption and risk of type 2 diabetes: a systematic review and a dose-response meta-analysis. Diabetes care37(2), 569–586. https://doi.org/10.2337/dc13-1203

 

[27] Shang, F., Li, X., & Jiang, X. (2016). Coffee consumption and risk of the metabolic syndrome: A meta-analysis. Diabetes & metabolism42(2), 80–87. https://doi.org/10.1016/j.diabet.2015.09.001

 

[28] Wikoff, D., Welsh, B. T., Henderson, R., Brorby, G. P., Britt, J., Myers, E., Goldberger, J., Lieberman, H. R., O’Brien, C., Peck, J., Tenenbein, M., Weaver, C., Harvey, S., Urban, J., & Doepker, C. (2017). Systematic review of the potential adverse effects of caffeine consumption in healthy adults, pregnant women, adolescents, and children. Food and chemical toxicology : an international journal published for the British Industrial Biological Research Association109(Pt 1), 585–648. https://doi.org/10.1016/j.fct.2017.04.002

 

[29] Urgert, R., & Katan, M. B. (1996). The cholesterol-raising factor from coffee beans. Journal of the Royal Society of Medicine89(11), 618–623. https://doi.org/10.1177/014107689608901107

 

[30] Cavin, C., Holzhaeuser, D., Scharf, G., Constable, A., Huber, W. W., & Schilter, B. (2002). Cafestol and kahweol, two coffee specific diterpenes with anticarcinogenic activity. Food and chemical toxicology : an international journal published for the British Industrial Biological Research Association40(8), 1155–1163. https://doi.org/10.1016/s0278-6915(02)00029-7

 

[31] https://www.oneplanetnetwork.org/news-and-events/news/geneva-university-project-shows-hidden-water-footprint-behind-each-cup-coffee letzter Zugriff: 20.04.2024

 

[32] https://www.nature.com/articles/d41586-023-03899-2 letzter Zugriff: 20.04.2024

 

[33] Cappelletti, S., Piacentino, D., Sani, G., & Aromatario, M. (2015). Caffeine: cognitive and physical performance enhancer or psychoactive drug?. Current neuropharmacology13(1), 71–88. https://doi.org/10.2174/1570159X13666141210215655

 

[34] Eskelinen, M. H., Ngandu, T., Tuomilehto, J., Soininen, H., & Kivipelto, M. (2009). Midlife coffee and tea drinking and the risk of late-life dementia: a population-based CAIDE study. Journal of Alzheimer’s disease : JAD16(1), 85–91. https://doi.org/10.3233/JAD-2009-0920

 

[35] Postuma, R. B., Lang, A. E., Munhoz, R. P., Charland, K., Pelletier, A., Moscovich, M., Filla, L., Zanatta, D., Rios Romenets, S., Altman, R., Chuang, R., & Shah, B. (2012). Caffeine for treatment of Parkinson disease: a randomized controlled trial. Neurology79(7), 651–658. https://doi.org/10.1212/WNL.0b013e318263570d

 

[36] Reissig, C. J., Strain, E. C., & Griffiths, R. R. (2009). Caffeinated energy drinks–a growing problem. Drug and alcohol dependence99(1-3), 1–10. https://doi.org/10.1016/j.drugalcdep.2008.08.001

 

[37] Ferré, S., Fredholm, B. B., Morelli, M., Popoli, P., & Fuxe, K. (1997). Adenosine-dopamine receptor-receptor interactions as an integrative mechanism in the basal ganglia. Trends in neurosciences20(10), 482–487. https://doi.org/10.1016/s0166-2236(97)01096-5

 

[38] Mehta, A., Jain, A. C., Mehta, M. C., & Billie, M. (1997). Caffeine and cardiac arrhythmias. An experimental study in dogs with review of literature. Acta cardiologica52(3), 273–283.

 

[39] Berger, A. J., & Alford, K. (2009). Cardiac arrest in a young man following excess consumption of caffeinated “energy drinks”. The Medical journal of Australia190(1), 41–43. https://doi.org/10.5694/j.1326-5377.2009.tb02263.x

 

[40] Kaplan, G. B., Greenblatt, D. J., Ehrenberg, B. L., Goddard, J. E., Cotreau, M. M., Harmatz, J. S., & Shader, R. I. (1997). Dose-dependent pharmacokinetics and psychomotor effects of caffeine in humans. Journal of clinical pharmacology37(8), 693–703. https://doi.org/10.1002/j.1552-4604.1997.tb04356.x

great. minds. act.

Mein Bestreben ist es, Gesundheitsbewusstsein unter die Menschen zu bringen und es einfach & individuell umsetzbar zu machen. Meine Vision ist es, dass alle Menschen ihr größtes Potenzial in sich erwecken und selbstwirksam ihre Träume in die Realität umsetzen. Ich bin hier, um das Fundament dafür mit DIR aufzubauen. Inklusive Körper, Geist und Seele – ganzheitlich eben.

Meine

Empfehlungen

fette
5 Fette Fakten, Die Du Über Fette Wissen Solltest!

entdecke

Das könnte dich auch interessieren:

fette
5 Fette Fakten, Die Du Über Fette Wissen Solltest!
Fette Fete - Fettes Essen. Aber wie beeinflussen Fette unseren Alltag im gesundheitlichen Sinne wirklich? Benötigen wir Fette überhaupt zum Überleben? Und wenn ja, welche Fette sollten wir dann zu uns nehmen? Fragen, die wir hier einmal zusammen klären möchten!
kognitive dissonanz einfach erklärt
Kognitive Dissonanz oder: wenn Ärzte rauchen
Kognitive Dissonanz, heißt: innerer Konflikt. Unsere Handlungen passen nicht zu unseren Werten. Doch warum passiert das? Und sind wir davon überhaupt betroffen? Was können wir dagegen tun? Antworten, wie immer - hier!
Big Five
Wer Bist Du Eigentlich? – Persönlichkeit
Wer bist du eigentlich? Was definiert dich? Die Persönlichkeit? Genau um diese Fragestellung geht es hier in diesem Beitrag. Wir decken die Welt der Persönlichkeit auf, erfahren, welche Kriterien dich definieren und welchen Bestandteil diese in einem gesunden und erfolgreichen Leben haben.

Du willst mehr?

Origineller & exklusiver Inhalt direkt in dein Postfach. Kein Schnick-Schnack, kein Spam, nur die Crème de la Crème!